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Bekleidung

 

Bekleidung

 

Im frühen Mittelalter (500-1000) war die alltägliche handwerkliche Arbeit gering angesehen und wurde im Allgemeinen von Unfreien oder Hörigen ausgeübt. Der Wertewandel zugunsten des Handwerks vollzog sich im Hochmittelalter (1000-1250) und ist eng verknüpft mit dem erneuten Aufstieg der städtischen Kultur. Mit dem Wachstum der Städte ging die Spezialisierung und Differenzierung in Berufsgruppen einher.

 

 

  

 

Zusammenschlüsse von Handwerkern sind seit 1100 nachweisbar. Im Laufe des Hoch- und Spätmittelalters erfüllten die Zünfte – in Norddt. „Ämter“ genannt - immer mehr Funktionen. Sie legten Ausbildungs- und Betriebsgründungskriterien fest, schufen Qualitätskontrollen, regelten die Aufteilung des Arbeits- und Warenmarktes, boten ihren Mitgliedern soziale Absicherung und Sicherheit in Notlagen. Seit dem 14. Jh. drängten sie auch auf politische Teilhabe im Stadtregiment. Mitglieder waren ausschließlich die Meister, die aus ihrer Mitte die Vorsteher oder Älterleute wählten. Beschlüsse wurden in sog. „Morgensprachen“ gefasst. Streitigkeiten versuchte man unter sich und ohne den Rat zu richten, was aber nicht ging. Und Streit gab es viel, vor allem über die Abgrenzung zwischen den einzelnen Berufstätigkeiten. Die soziale Stellung eines Amtes war abhängig von der Bedeutung ihres Handwerkes für die Stadt. Die wichtigsten Wirtschaftzweige - für den Eigenbedarf wie Export - waren in der Regel Nahrungsmittel-, Textil- und Lederproduzierendes sowie die Leder- und Metallverarbeitenden Gewerbe. Dementsprechend waren diese Ämter dominierend.

Quelle: R. KASTIES, Mittelalterliche Handwerk in Hannover, Texte zur Museumsnacht Hannover Stadtarchiv

 

 

 

 

 
 

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