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Humoralpathologie – die Vier-Säfte-Lehre des Körpers

Die Humoralpathologie stammt schon aus der Antike und geht zurück auf Galenus, einen römischen Arzt griechischer Herkunft. Er überlieferte dieses medizinische Wissen durch seine Aufzeichnungen der Vier-Grundelemente-Lehre. Seine revolutionären Gedanken und Behandlungsmethoden wurden über einen Zeitraum von über 1500 Jahren in Europa anerkannt und brachten eine grundsätzliche Änderung der medizinischen Versorgung.
In der Vier-Grundelemente-Lehre wurden dem menschlichen Körper die vier Grundelemente Luft, Feuer, Erde und Wasser zugeordnet. Diese Elemente wurden wiederum mit den Säften (humores) und Organen im menschlichen Körper in Verbindung gebracht, die für die verschiedenen Gemütszustände verantwortlich gemacht wurden.

Körpersaft

Element

Organ

Qualität des Saftes

Jahreszeit

Lebensalter

Charakter

Blut Luft Herz heiß & feucht Frühling Kindheit Sanguiniker
gelbe Galle Feuer Leber heiß & trocken Sommer Jugend Choleriker
schwarze Galle Erde Milz kalt & trocken Herbst Mannesalter Melancholiker
Schleim Wasser Gehirn kalt & feucht Winter Greisenalter Phlegmatiker

Solange diese vier Säfte im Körper in einem harmonischen Verhältnis standen, welches von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein konnte, galt man als gesund. Man ging davon aus, dass die Mischung der Säfte im Körper Einfluß auf das Gemüt jedes einzelnen hatte.
Waren alle vier Körpersäfte im Einklang sprach man von Eukrasie, bestand ein Ungleichgewicht, galt der Mensch somit als krank und man nannte es Humoralpathologie.
Man versuchte das Gleichgewicht der Säfte im Körper durch Ernährungsumstellungen, Diäten oder die Art der Zubereitung der Speisen wieder in Einklang bringen. Selbst Lebensmittel wurden in Gruppen eingeteilt und entsprechend zubereitet, so galt Schweinefleisch z.B. als „heiß“ und „feucht“ und wurde bevorzugt am offenen Feuer geröstet.
Damit wurde der Grundstein der Medizin gelegt, denn man überliess Leben und Tod nicht mehr Gott, sondern übte selber Einfluß auf sein Schicksal. Selbst Sebastian Kneipp und Hildegard von Bingen stützen ihre Theorien auf die Vier-Säfte-Lehre.

 

 

 

 

 

  
 
 

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